Patophisiologie des Behandlungseinflusses der Kozjavkin Methode


Die Schädigungen des Nervensystems bei den infantilen Zerebralparesen werden mit den Veränderungen im Stütz-Bewegungsapparat und anderen Systemen des Organismus begleitet. Der erhöhte Muskeltonus, nichtreduzierte pathologische Reflexen, nicht physiologisch korrekte Körperstellung und pathologische Bewegungsmuster rufen trophische Veränderungen in den Gelenken, Störungen im Blutkreislauf sowie Stoffwechsel hervor, verursachen Verkürzungen der plastischen Muskeln, Bänder und Sehne.

Diese pathologische Veränderungen werden mit begrenzter Beweglichkeit von Gelenken, Entwicklungen von Funktionalblockaden (FB) begleitet.

Wie die zahlreichen Forschungen zeigten, die Fuktionalblockaden erstärkern trophische Störungen, Hemozirkulatoren, vegetative, neurogene und andere pathologischen Veränderungen. Das alles verlangsamt und nivelliert die Motorentwicklung beim Kind mir der infantilen Zerebralparese. Es wird ein pathologischer fehlerhafter Kreis formiert.

Bei den infantilen Zerebralparesen werden die Funktionalblokaden in den meisten Gelenken des Kinderorganismus formiert. Beim Erlernen dieses Phänomens wurde die Aufmerksamkeit vor allem den Gelenken der Gliedmaßen geschenkt, die Mehrheit der Autoren aber vergassen die Wirbelsäule. In der Wirbelsäule des Menschen sind mehr als 100 Gelenke, für die auch die Formierung von Funktionalblockaden der Gelenke charakteristisch sind.

Unsere Forschungen, die in den 80-er Jahren angefangen waren, zeugten von der grossen Bedeutung des Wertebrogenkomponentes in der Pathogenese der infantilen Zerebralparese. Bei der infantilen Zerebralparese werden die Funktionalblockaden nicht nur durch ein Gelenk begrenzt, sondern werden in die Blockaden der Gelenke einiger Nachbarwirbel vereinbart und so entstehen Polisegmentäre Blockaden der Wirbel-Bewegungssegmenten. Diese Funktionalblockaden stören nicht nur die Beweglichkeitsfunktion eines Teils der Wirbelsäule, sondern beeinflussen alle Organe des menschlichen Körpers negativ, die mit dem entsprechenden Segmenten des Rückenmarkes innerviert werden.

Dabei leiden sowohl Segmentenverflechtungen (die gemeinsame Arbeit der Organen und Systeme wird gestört, die mit einem der Segmente des Rückenmarkes innerviert werden), als auch vertikale Verbindungen dieses Segmentes mit den hierarchisch höheren Stufen des Nervensystems (des Grosshirnes, der Basalkerne, des Kleinhirnes und Gehirnrinde).

Das andere wichtige System, zu dem wir auch Aufmerksamkeit lenken möchten, ist die Propriorezeption, inneres Spüren des Menschen. Die Muskeln, Gelenke, Bänder, enthalten spezielle empfindliche Rezeptoren, die dem Nervensystem die Information über die Lage und Bewegungen einzelner Körperteile liefern. Bei den Muskeln ist das Muskelfleisch, bei den Sehnen entsprechende Rezeptoren der Sehnen - Holdshi.


Information von diesen Rezeptoren ist sehr wichtig. Sie ist auch nicht nur für die richtige Bewegungen nützlich, sondern auch ist sie obligatorisch für das Erlernen und Aneignung der Bewegungen.

Bei unserer Erforschung wurde es festgestellt, dass bei den Funktionalblockaden der Gelenke des Wirbel- Bewegungssegmentes die propriozeptive Information von dem Stütz-Bewegungsapparat gestört und nivelliert wird, was des weiteren die Motorentwicklung des Patienten mit infantiler Zerebralparese erschwert.

Um auf die obengenannten pathologischen Erscheinungen Einfluss auszuüben und um diese zu korrigiеren, wurde die Methode der biochemischen Korrektur der Gelenke des Wirbels und der Massglieder entwickelt, was auch ein der wichtigen Bestandteile des Wirbel-Bewegungssegmentes ist, die die Beweglichkeit der Gelenke erneuert und sozusagen, „das Tor“ für die Strömung der propriozeptiven Information zu dem Zentralnervensystem öffnet.

Die Wirkung dieser Methode wird nicht nur durch Veränderungen der biomechanischen Bewegungen in den Gelenken begrenzt, sondern wird auch mit einem Komplex der Veränderungen bei der Arbeit des ganzen Organismus begleitet und es wird der sogenannter neuer funktionaler Zustand des Organismus geschafft. Dabei wird das Muskeltonus normalisiert, Gewebetrophik, Blutkreislauf und Stoffwechsel werden verbessert.

Das Erscheinen des neuen funktionalen Zustandes schafft es, wesentlich die Möglichkeiten des Kindes zu seiner schnellen motorischen und psychischen Entwicklung zu verbreiten.

Die gesonderte Anwendung der Methode der biochemischen Korrektur der Wirbelsäule und der grösseren Gelenke ist aber nicht effektiv genug, sie schafft nur eine Grundlage für die weitere Entwicklung des Kindes.

Indem wir unseres Rehabilitations-Herantreten entwickelt haben, sind wir vor dem Konzept ausgegangen, dass der Menschenorganismus ein komplexer selbsorganisierendes System ist, das aus mehreren Untersystemen besteht. Alle diesen Untersysteme können normal existieren und sich entwickeln nur unter der Voraussetzung, dass es eingeordnete und harmonische Verflechtungen vorhanden sind. Bei der Störung eines Untersystems wird das Funktionieren des ganzen Organismus gestört und wenn die Mechanismen der Selbststeurung nicht genügend sind, wie es bei der infantilen Zerebralparese der Fall ist, so erfolgt auch die Disfunktion des ganzen Organismus.

Deshalb sollte man für den effektiven Einfluss auf das komplexe System mehr Komponente, multimodale Massnahmen anwenden. Gleichzeitig ist bei dem Einfluss auf die verschiedenen Bestandteile des pathologischen Prozesses durch Behandlungseinflüsse verschiedener Modalität unsere Aufgabe den fehlerhaften pathologischen Kreis zu zerreissen, indem man neuen funktionalen Zustand im Kinderorganismus schafft und dabei Möglichkeiten für das schnelle Entwicklung bereitet.

Eigentlich unter diesen Bedingungen wird das System der intensiven neurophysiologischen Rehabilitation aufgebaut, das in sich unterschiedlich ausgerichtete Behandlungseinflüsse einschliesst, die auch einander ergänzen und potentiell zueinander sind. Die Methode der biochemischen Wirbelsäulenkorrektur und Korrektur der grossen Gelenke wird mit einem Komplex anderer Behandlungseinflüsse verbunden, die den Organismus des Kindes auf den entsprechenden Einfluss vorzubereiten helfen und den erreichten Effekt der Gelenkenmobilisation verstärken, die Formierung neuer Bewegungsabläufe beim Patienten und seine allgemeine motorische und psychische Entwicklung fördern.

Zum Schluss möchten wir betonen, dass die oben beschriebenen pathophysiologischen Mechanismen nur eine Hypothese zum Behandlungseinfluss unserer Rehabilitationsmethode sei, die natürlich tiefgreifender weitererlernt und weiterentwickelt werden sollte. Es besteht auch eine Reihe von anderen Hypothesen, was die Mechanismen der Heilungswirkung des Systems SINR angeht, die sich zur Zeit in einem Entwicklungsprozess befinden.